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Sieben Personen mit einer leichten Rauchvergiftung und eine vollständig zerstörte Küche
– das ist die Bilanz eines Zimmerbrandes in der Nacht zum Freitag an der Zollstraße in Höntrop.

Mehrere Notrufe gingen um 2.19 Uhr bei der Leitstelle der Feuerwehr ein: Sie meldeten den Zimmerbrand in dem Mehrfamilienhaus an der Zollstraße. Als die zuständige Feuer- und Rettungswache 1 in Höntrop eintraf, schlugen bereits Flammen aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss. Ein Großteil der Bewohner des Hauses hatte sich bereits ins Freie geflüchtet.

Weitere Mieter wurden durch die Einsatzkräfte evakuiert. Da noch eine Hausbewohnerin vermisst wurde, brachen die Feuerwehrleute ihre Tür auf. Die Frau hielt sich aber nicht in ihrer Wohnung auf. Sieben Personen – die vier Bewohner der Brandwohnung sowie eine Frau und ihre zwei Söhne aus einer Dachgeschosswohnung – wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung behandelt und anschließend in Krankenhäuser gebracht.

Das Feuer, das nach ersten Erkenntnissen in der Küche ausgebrochen war, wurde schnell gelöscht. Eine Ausbreitung auf weitere Räume konnte verhindert werden. Dennoch wurde die Wohnung durch den Rauch so stark geschädigt, dass sie unbewohnbar ist. Die übrigen Bewohner des Hauses konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 35 Einsatzkräften vor Ort. Sie wurden durch die Freiwillige Feuerwehr Höntrop unterstützt. Die Kripo hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

 

Quelle: WAZ Wattenscheid, Samstag 11.04.2009

Dienstag, 07 Juli 2009 00:00

Wattenscheid als "Wetterscheide"?

Der Ortsname Wattenscheid wird vom Wort „Wasserscheide” hergeleitet. Kann man auch von „Wetterscheide” sprechen”? Denn während beim Unwetter am Wochenende ringsherum „Land unter” herrschte, kam Wattenscheid recht glimpflich davon – und das nicht zum ersten Mal.

Die WAZ fragte den Meteorologen Andreas Neuen vom Bochumer Wetterdienst Meteomedia, ob für WAT besondere Bedingungen vorliegen.

Ist es nur ein subjektives Empfinden, dass Wattenscheid von schweren Unwettern verschont bleibt?

Neuen: Mit Sicherheit, denn es gibt keine objektiv nachvollziehbaren Daten, die bestätigen, dass hier weniger los ist. Wattenscheid wird von Unwettern statistisch betrachtet genauso oft getroffen wie das Umland. Es handelt sich also um einen Zufall, wenn sich Gewitter hier nicht so ex-trem austoben.

Wattenscheids Lage weist also in meteorologischer Hinsicht keine Besonderheiten auf?

Überhaupt nicht. Natürlich gibt es Orte, an denen Wetterextreme viel häufiger vorkommen. Zum Beispiel dort, wo ausgepägte Berge, Hügel oder Täler vorherrschen.

Können Sie dafür Beispiele nennen?

Solche Besonderheiten gibt es unter anderem Richtung Ruhrtal in Stiepel oder Blankenstein; dort fallen im Jahr rund 1000 Liter Regen pro Quadratmeter. Oder im Hattinger Süden Richtung Wuppertal, wo schon 1200 Liter gemessen werden. In Wattenscheid sind es dagegen nur 750 bis 800 Liter. Natürliche Erhebungen wie in Höntrop im Bereich Eiberg sind nicht ausgeprägt genug, um Einfluss auf die Unwetterbildung zu haben.

 

Quelle: WAZ Wattenscheid, 06.07.2009

Ende Juni 1959 geht es in Wattenscheid nicht nur temperaturmäßig heiß her: Die Wattenscheider Feuerwehr blickt auf 90 Jahre segensreiche Tätigkeit zurück. „Gott zur Ehr – Dem Nächsten zur Wehr”.
 

Das Motto der Brandschützer ziert die Fahne, die Oberbürgermeister Hermann Sievers an Branddirektor Martin Laker überreichen kann. „Der Einzelne ist nichts, die Gemeinschaft ist alles”, sagt Sievers in seiner Laudatio. Die Stadt schenkt den Feuerwehrleuten das goldbestickte Prachtstück. Dazu noch etwas besonders Praktisches: Eine neue Brandmeldeanlage kann in Betrieb genommen werden.

In den Anfangstagen der Freiwilligen Feuerwehr – wir schreiben das Jahr 1869 – gibt es noch keine Brandmeldeanlage. Hornisten der Feuerwehr übernehmen es, ihre Kameraden zu alarmieren. Sie füllen damit eine der wichtigsten Aufgaben aus: Telefon oder elektrischen Strom kennen die Wattenscheider noch nicht, Sirenen wird es auch erst wesentlich später geben.

Die Einwohner wissen aber, wer in der Freiheit Hornist bei der Freiwilligen Feuerwehr ist. Bei ihnen kann man Alarm geben, die Hornisten blasen danach ein Signal, das die anderen Hornisten zu weiteren Signalen veranlasst und dadurch die Feuerwehrleute zum Treffpunkt ruft.

Die Wehr ist in insgesamt vier Abteilungen gegliedert. Die Steigermannschaft ist für die Leitern zuständig, die Spritzenmannschaft bedient – natürlich mit Muskelkraft – die Feuerspritzen. Die Kuppenmannschaft stellt die Wasserversorgung sicher, die Rettungsmannschaft übernimmt die Rettung der Verletzten und die Bergung von Vieh sowie Hab und Gut.

Ein Steigerturm dient der Freiwilligen Feuerwehr zu Übungszwecken. Dieser Turm besitzt zahlreiche Fenster, die mit den Leitern erklommen werden können. Zum Trocknen der Wasserschläuche nach der Benutzung ist das Innere des Steigerturms gedacht. Dort werden sie aufgehängt und an der Luft getrocknet. Der Steigerturm steht zunächst an der Hüller Straße, dann auf dem Alten Markt, zuletzt auf dem Gertrudisplatz. Bei dessen Ausbau wird der Turm im Jahr 1934 abgebrochen.

Auf der Heide wird 1903 der zweite Löschzug der Feuerwehr gebildet. Die Wattenscheider Zeitung berichtet: „Der neue Steigerturm ... liegt hinter den Centrumsschulen und wird zweifellos infolge der an ihm vorzunehmenden Übungen dazu beitragen, die bekannte Schlagfertigkeit und Schneidigkeit unserer freiwilligen Feuerwehr zu festigen und zu stärken.”

Zur Einweihung des neuen Spritzenhauses, das gleichzeitig Polizeigewahrsam ist, bemerkt das Lokalblatt: „Nicht unerwähnt wollen wir lassen, daß für den Abend in freigiebigster Weise die Zeche Centrum für das nötige Löschwasser und für Cigarren gesorgt hatte. Gut Schlauch!”

Die Ausrüstung der Feuerwehr wird im Laufe der Jahre immer wieder modernisiert. 1929 bekommt der Löschzug ein neues Fahrzeug, einen „automobilen Mannschaftswagen”. Das Gefährt wird vom Hersteller „Modell Wattenscheid” genannt – in der Alten Freiheit wird dies mit Begeisterung zur Kenntnis genommen. Aber auch abgesehen vom Namen beschleunigt der Leiterwagen – mit Sitzen beiderseits der Leiter für die Feuerwehrleute – die Erreichbarkeit des jeweiligen Brandherdes erheblich.

 

Quelle: WAZ Wattenscheid, 24.07.2009

http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/wattenscheid/2009/7/24/news-126989537/detail.html
Bochum. Bei einem Brand auf einem Bauernhof in Bochum sind in der Nacht zu Mittwoch 11 von 20 in einer Scheune untergebrachten Pferde ums Leben gekommen. Ein 18-jähriger Helfer verletzte sich bei den Rettungsmaßnahmen am Arm.

In der Nacht zu Mittwoch, gegen 2.45 Uhr, brach auf einem Bauernhof an der Bergener Straße ein Feuer aus, das einen Sachschaden von mehreren hunderttausend Euro verursachte. Dort brannte eine Scheune, in der etwa 20 Pferde unterstanden.

Ersthelfern gelang es noch, einige der Tiere aus den Flammen zu retten. Dennoch ist zu befürchten, dass vermutlich 11 Pferde in dem Feuer verendeten. Ein 18-jähriger Helfer verletzte sich bei den Rettungsmaßnahmen am Arm, die Verletzung musste im Krankenhaus behandelt werden. Die Lösch- und Bergungsarbeiten der Feuerwehr dauern auch am Mittwochmorgen noch an. Hinweise zur Brandursache liegen zurzeit noch nicht vor.

 

Quelle: WAZ, 12.08.2009

Donnerstag, 13 August 2009 00:00

19 Pferde konnten gerettet werden

Elf Tiere beim Großbrand getötet - Ursache noch unbekannt

Sabine Vogt

Ein verheerender Großbrand auf einem Reiterhof in Bergen kostete am frühen Mittwochmorgen elf Pferden das Leben. 19 Tiere konnten gerettet werden. Zur Ursache kann zurzeit noch nicht ermittelt werden; es besteht Einsturzgefahr, so dass die Sachverständigen der Polizei erst in den nächsten Tagen den Brandort betreten können. Der Schaden wird auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt.

Das Feuer an der Bergener Straße 42 wurde gegen 2.45 Uhr bemerkt; im Stall auf dem Bauernhof von Gerd Becker haben Pferdebesitzer privat ihre Tiere untergebracht. Bei der Feuerwehr gingen mehrere Anrufe ein, auch aus dem benachbarten Herne. Zu den Anrufern gehörte auch ein Mieter, der auf dem Bauernhof lebt: Er rannte zum brennenden Stall, der direkt an der Straße stand, und konnte vier der Pferde herausholen.

„Dabei”, so Axel Pütter, Pressesprecher der Polizei Bochum, „verletzte sich der Mann an der Hand. Seine Freundin, die ihm bei der Rettungsaktion geholfen hatte, erlitt eine so starkeRauchgasvergiftung, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.”

Weitere 15 Pferde rettete die Feuerwehr, die acht Minuten nach der Alarmierung eingetroffen war, aus einem benachbarten Stall gerettet; ein Tierarzt untersuchte die verstörten Vierbeiner, bevor sie auf eine Koppel gebracht werden.

Nach Darstellung der Feuerwehr drohten die Flammen auf weitere Gebäude, darunter ein direkt angrenzender Pferdestall, überzugreifen. Durch den massiven Löscheinsatz konnte die Feuerwehr ein Ausbreiten verhindern. Zudem musste sie einen Heizöltank, der neben der brennenden Scheune stand, vorsorglich gekühlt werden, sowie Düngemittel, die als entflammbar gelten, beiseite schaffen.

 

Quelle:WAZ 12.08.2009

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