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Kripobeamter Klaus Rieboldt (47) zog volltrunkenen aus brennendem Auto

Als Helden will er sich nicht feiern lassen. Doch ohne Klaus Rieboldt wäre die Trunkenheitsfahrt eines 58-Jährigen, er soll laut Polizei über vier Promille im Blut gehabt haben, in der Nacht zum Dienstag böse geendet: Sein Auto stand in hellen Flammen, als Rieboldt ihn rauszog. „Wenn er nicht gewesen wäre”, sagt der freiwillige Feuerwehrmann Niko Halwer und stockt: „. . . als ich kam, da war es schon zu spät.”

Aufregende Nacht für die Nachbarschaft

Eine aufregende Nacht haben sie alle hinter sich, die Anwohner der Faunastraße in Wattenscheid-Höntrop: der Kriminalkommissar Klaus Rieboldt (47), seine Frau Sandra Pöttmann (39) und Nachbar Niko Halwer (21). Fest geschlafen hatten sie, als Sandra Pöttmann von lauten Geräuschen aus dem angrenzenden Waldstück geweckt wurde. „Der hat mit seinem Auto wohl schon länger da gestanden und immer wieder Vollgas gegeben – obwohl er sich längst festgefahren hatte.”

Dabei hatte das Ehepaar zunächst vermutet, dass der Lärm von betrunkenen Jugendlichen stammt – und die Polizei gerufen. „Wir haben das aber weiter beobachtet”, erzählt Klaus Rieboldt. „Als ich gesehen habe, dass Funken aus dem Motorraum schlugen, habe ich nochmal telefoniert, um die Feuerwehr zu rufen – und dann bin ich losgerannt.”

Das Wageninnere war voll verqualmt

„Voll verqualmt” sei das Wageninnere da schon gewesen. „Ich konnte nicht sehen, ob jemand drin sitzt.” Wohl aber hören: Wüste Beschimpfungen, erzählt Rieboldt, habe der Betrunkene während der Rettungsaktion von sich gegeben. „Er hat sich komplett passiv verhalten, so dass ich ihn nur unter Aufbietung sämtlicher Kräfte aus dem Wagen zerren konnte”, erinnert sich der Kripobeamte.

„Der war auch bestimmt doppelt so schwer wie du”, wirft Sandra Pöttmann ein. Sie hatte in der Zwischenzeit Nachbar Niko Halwer aus dem Bett geklingelt. „Ich weiß ja, dass er bei der freiwilligen Feuerwehr ist.” Anschließend sei sie noch kurz zurück ins Haus, um zu schauen, ob ihr fünfjähriger Sohn noch schläft. „Dann habe ich den Knall gehört und bin losgerannt.” Zu jenem Zeitpunkt hatte ihr Mann den Fahrer bereits aus dem Wagen gezerrt.

Da ging mit durch den Kopf: Gesund ist das nicht

„Es waren schon vorab laute Knallgeräusche zu hören, aber ohne Druckwelle”, erzählt Rieboldt. Hat er da keine Angst gehabt? „An eine mögliche Fahrzeugexplosion habe ich gar nicht gedacht – nur daran, dass der Mann da raus muss.” Nachgedacht habe er während der Rettungsaktion nicht wirklich. „Als ich den Gurt gelöst habe und voll drin war in Qualm und Rauch, da ging mir nur durch den Kopf: Gesund ist das nicht.”

Ein Rätsel ist den Anwohnern, wie der betrunkene Fahrer sich in das Waldstück verirren konnte. „Ich kann mir nicht vorstellen, wie der sich im besoffenen Zustand durch die Bäume geschlängelt hat”, sagt Sandra Pöttmann, während Niko Halwer mutmaßt: „Der ist bestimmt über den Reiterhof gekommen.”

Die Aufregung ist noch da

Geschlafen haben sie in der Nacht alle nicht mehr. „Ich habe immer noch so ein Grundbrummen in mir drin”, sagt Sandra Pöttmann am Dienstagnachmittag. „Die Aufregung ist noch da.” Klaus Rieboldt hingegen fühlt sich lediglich müde: „Ich bin nicht aufgeregt, aber ich bin auch nicht der Typ dafür.” Wirklich ruhig geschlafen hat nur der fünfjährige Sohn der beiden: „Der war erst heute morgen ganz aufgeregt, als er das ausgebrannte Auto auf dem Abschleppwagen gesehen hat.” Ohne zu wissen, dass sein Vater ein Menschenleben gerettet hat.

 

Quelle: WAZ Wattenscheid 18.03.2009

http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/wattenscheid/2009/3/18/news-114716199/detail.html

Dienstag, 17 März 2009 00:00

Planung der Wache für 1,3 Mio Euro

Auch Jugendfeuerwehr findet dort Räume

Für die Neuplanung eines Gerätehaus, das den Freiwilligen Wehren Eppendorf und Höntrop zur Verfügung gestellt wird, stehen den Zentralen Diensten 1,3 Mio Euro zur Verfügung.

Das hat der Ausschuss für Umwelt und öffentliche Einrichtungen einstimmig entschieden, wie die SPD mitteilt. Deren Mitglieder aus der Hellwegstadt hätten sich dafür stark gemacht, dass die Löschzugführer der beiden Einheiten mit am Planungstisch sitzen werden und gemeinsam mit der Verwaltung eine optimale Lösung für den Neubau erarbeiten. In dem Neubau wird dann auch Platz sein für eine neue Abteilung der Jugendfeuerwehr.

 

Quelle: WAZ Wattenscheid, 07.03.2009
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/wattenscheid/2009/3/6/news-113616676/detail.html

Dienstag, 17 März 2009 00:00

Löschzugfreundliche Lösung in Höntrop

Feuerwehr-Gerätehaus wird neu geplant

Der Ratsausschuss für Umwelt und öffentliche Einrichtungen hat am Donnerstag einstimmig die Verwaltung beauftragt, das Feuerwehr-Gerätehaus für die Löschzüge Höntrop und Eppendorf neu zu planen. Für den Bau sollen 1,335 Millionen veranschlagt werden.

Die "Zentralen Dienste" sollen die Neuplanung in enger Abstimmung mit beiden Löschzügen vornehmen. Dabei sollen beide Wehren jeweils eigene Schulungs- und Böroräume erhalten, ebenso die Jugendfeuerwehr.

"Nach ausführlicher Diskussion konnten die Wattenscheider Ausschussmitglieder sich durchsetzen und die Skeptiker von einer großzügigen Lösung überzeugen", so Ratsherr Dirk Dziabel.

Mit dem Beschluss habe der Ausschuss auch ein Signal gesetzt, um das ehrenamtliche Engagement der freiwilligen Feuerwehrleute zu würdigen.

 

Quelle: Stadtspiegel Wattenscheid, 07.03.2009

Führer der Löscheinheiten Eppendorf + Höntrop mit am Tisch

 

Wie bereits kurz in der Samstagsausgabe berichtet, hat nach ausgiebiger Diskussion der Ausschuss für Umwelt und öffentliche Einrichtungen der Stadt Bochum beschlossen, dass die Verwaltung einen neuen Entwurf für ein gemeinsames Feuerwehrgerätehaus für die freiwilligen Feuerwehren Höntrop und Eppendorf erarbeiten soll. Der Kostenrahmen soll dabei 1,355 Mio. Euro betragen. Im Nachhinein haben sich noch einmal die großen Ratsfraktionen geäußert.

Die Essenz der SPD-Bewertung: Ausdrücklich hätten die SPD-Ausschussmitglieder darauf bestanden, den selbständigen Charakter der beiden Löschzüge zu erhalten und zudem geeignete Räumlichkeiten für die Jugendfeuerwehr vorzusehen.

Christina Knappe, Reiner Rogall und Dirk Dziabel hätten sich vehement dafür eingesetzt, dass die Führer der Löscheinheiten mit am Planungstisch sitzen werden und gemeinsam mit der Verwaltung eine optimale Lösung für den Neubau zu erarbeiten. "Damit sind wir vom unsäglichen Variantendenken abgekommen und gehen einen individuellen Weg im Sinne der ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute", so Ratsfrau Christina Knappe.

Auch anwesende Vertreter der Bezirksvertretung Wattenscheid haben sich zufrieden mit dieser Vorgehensweise gezeigt.

In der Stellungnahme der CDU-Fraktion heißt es u. a.: "Wenn die Pläne dem Ausschuss vorgelegt werden, wird sich zeigen, ob sich dies mit dem Rahmen realisieren lässt." Bei der Realisierung sei wichtig, dass die von der Kommunalpolitik bereits vor Jahren gemachten Zusagen eingehalten werden: Trotz gemeinsamer Unterbringung in einem Haus soll die Selbstständigkeit beider Löschzüge gewahrt bleiben.

Mit Blick auf die gesellschaftspolitische Bedeutung der Arbeit der freiwilligen Feuerwehren und die (kostensparende) Grundentscheidung, nicht nur Berufsfeuerwehren einzusetzen, kann nach Auffassung der CDU-Fraktion der finanzielle Aspekt nicht alleine ausschlaggebend sein. "Die um 200 000 Euro teurere Variante mit zwei separaten Haushälften für jeden Löschzug stellt für die CDU-Fraktion ebenso wie im Bezirk die richtige Lösung dar, die die Belange beider Löschzüge hinreichend berücksichtigt und dem Interesse der Stadt nach Erhalt der Freiwilligen Feuerwehren - zum Nutzen aller Bürger - dient", erklärt Ratsmitglied Dirk Schmidt.

Allerdings wolle die CDU auch nicht die Kosten in die Höhe treiben, falls es nicht wirklich notwendig ist. Ausschussmitglied Karl-Heinz Christoph ergänzt: "Wenn ein Entwurf möglich ist, der mit einem Kostendeckel von 1,355 Mio. Euro alle Vorteile der Variante 2 und zusätzlich einen großen Raum für die Jugendfeuerwehr bietet, dann machen wir das mit. Dafür müssen wir die Pläne aber erst einmal sehen."

Ausdrücklich begrüßen Christoph und Schmidt die Entscheidung, dass der neue Entwurf nicht nur von der Verwaltungsspitze, sondern auch von beiden Löschzugführern mit unterzeichnet werden soll. Damit sei sicher gestellt, dass der neue Entwurf die Akzeptanz aller Beteiligten hat.

 

Stadtspiegel Wattenscheid, 11.03.2009

Zum intensiven Arbeits- und Personaleinsatz der Feuerwehr an der Einsturzstelle des Historischen Museums in Köln sprach die WAZ mit Klaus Krawczak. Der 55-Jährige leitet die freiwillige Löscheinheit Höntrop.

 

Durch Ihren tagelangen Einsatz beim Krater an der Emilstraße im Jahr 2001 können Sie sicher nachvollziehen, was Ihre Feuerwehr-Kollegen zur Zeit in Köln leisten, richtig?

Krawczak: Ja schon. Damals bestand ja an der Emilstraße auch noch drei Tage lang die Gefahr, dass der Kraterrand weiter einbricht. Und ich habe sehr wohl mitbekommen, wie sehr die Anwohner Angst hatten, ihr Hab und Gut zu verlieren.

 

Wie können Ihre Kollegen die Eindrücke von der Einsturzstelle wegstecken, verarbeiten?

Krawczak: Das ist sehr unterschiedlich. Alte Hasen stehen das sicherlich besser durch. Aber es gibt ja auch die Betreuung durch Notfallseelsorger. Viel lässt sich im persönlichen Gespräch mit den Kameraden verarbeiten.

 

Um helfen zu können, brauchen die freiwilligen Helfer eine berufliche Freistellung. Klappt das Ihrer Erfahrung nach immer problemlos?

Krawczak: Sicherlich nicht immer hundertprozentig. Es gibt zwar den Anspruch an Arbeitgeber durch die Gesetzgebung, bei Bedarf freizustellen, aber für kleine Betriebe, die Aufträge brauchen, wird's dann schon schwierig. Aber es müssen ja auch nicht immer alle Mann beim Einsatz sein, sie können sich beispielweise ablösen.

 

Quelle: WAZ Wattenscheid, 11.03.2009, Rolf Schulte

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