| Alles nass machen! |
|
|
|
| Geschrieben von: Niko |
| Freitag, den 02. Juli 2010 um 20:51 Uhr |
|
Wattenscheid. Großeinsatz für die Feuerwehr in Höntrop: Gegen 12 Uhr waren Brände in dem Waldgebiet rund um die Talstraße gemeldet worden. Die Einsatzleitung ging zunächst von einem großflächigen Waldbrand auf geschätzten 7000 Quadratmetern aus.
Alle verfügbaren Wehrleute aus dem Abschnitt Wattenscheid wurden alarmiert, dazu Unterstützung aus Gelsenkirchen und Herne mit je einem Großtankfahrzeug, das 5000 Liter Wasser fasst. Eine zunächst angeforderte Spezialtruppe aus Dortmund musste dann doch nicht ausrücken. Denn nach den ersten Beobachtungen war klar, dass es sich nicht um ein übergreifendes Feuer handelte, sondern um „20 bis 30 kleine Brandstätten im Unterholz“, wie Feuerwehrchef Dirk Hagebölling erläuterte. „Das Feuer entzündet die Pollen von Bäumen und wird durch den Wind weitergetragen. Wir haben ungefähr 50 Leute im Einsatz, dazu die Teilnehmer eines Lehrgangs, die jetzt alle durch die Gegend streifen und löschen.“ Damit die einzelnen Brandnester gelöscht werden konnten, mussten zunächst Schlauchleitungen über mehr als 500 Meter von der Höntroper Straße bis weit in die Tal-straße herein verlegt werden, zwischengeschaltete Pumpen sorgten für den notwendigen Wasserdruck. Hageböllings Auftrag an seine Leute: „Alles nass machen!“ Jochen Schenkel (58) und seine Familie bewohnen das Gebäude Talstraße 58, das letzte Haus auf Eppendorfer Gebiet. „Plötzlich schossen in Nähe meines Hauses Flammen durch den Wald, ein bis zwei Meter hoch. Die hab’ ich selber gelöscht, aber ich hatte Sorge, ob ich alle Flammen aus bekomme.“ Nach Schenkels Aussage ist das Feuer ausgebrochen, nachdem eine Gruppe Kinder, konkret sprach er von einer Schulklasse, vorbei ging. Die Polizei hat diesen Hinweis überprüft und bestätigte am späteren Nachmittag gegenüber der Redaktion, dass die Personalien eines Jungen festgestellt worden seien. Er ist 14 Jahre alt. Auch Schenkel geht davon aus, dass die Flammen die Pollen von Pappeln und Espen entzündet haben, „das Zeug ist wie Watte und liegt teilweise wie ein Zentimeter dicker Flusenteppich. Das brennt wie Zunder“. Die Feuerwehr stationierte zur Sicherheit ein Löschfahrzeug in unmittelbarer Umgebung seines Hauses und feuchtete vorsichtshalber die angrenzenden Flächen gründlich ein. Die Wehr richtete ihre Einsatzleitung am Sportplatz an der Höntroper Straße ein, die Polizei sperrte vor dem früheren Hotel Südpark die Durchfahrt von und nach Eppendorf. Um 15.05 Uhr hieß es dann: „Feuer aus“. Die Bilanz: zwei Kilometer Schläuche verlegt, Dutzende von Brand- und Glutnestern auf einer Fläche von 21 000 Quadratmetern gelöscht. Im Laufe des Tages wurde das Areal von der Feuerwehr nochmals kontrolliert. Quelle: WAZ Wattenscheid, 02.07.2010, Rolf Schulte |
| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 02. Juli 2010 um 20:51 Uhr |
Neuester Beitrag
Umfrage
Powered by Joomla!. Designed by: Joomla Template, php hosting. Valid XHTML and CSS.




