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Montag, 05 Mai 2014 04:38

Höntroper „Blauröcke“ feiern 112-jähriges Bestehen

Freiwillige Feuerwehr Höntrop blickt auf lange Geschichte mit zahlreichen Einsätzen zurück. Ehrenmitglieder und Aktive stehen im stetigen Austausch und unterhalten sich über Veränderungen sowie Einsätze. Großes Feuerwehrfest mit zahlreichen Attraktionen und Ständen steigt am 13. und 14. Juni.

112 – Notruf und seit diesem Jahr auch das Alter der „Höntroper Blauröcke“. Doch beschäftigt man sich näher mit der Chronik der Freiwilligen Feuerwehr, kommt man ins Stutzen: Nach einer ersten Versammlung im Dezember 1899 finden sich im folgenden April 50 Männer zusammen und sprechen erstmals die heute traditionellen Worte: „Ein kräftiges ‚Gut Schlauch’ der neuen Wehr!“ Warum also erst jetzt die 112?

 

„Das liegt ganz einfach daran, dass wir Höntroper schon immer etwas eigen waren“, amüsiert sich Brandmeister Niko Halwer (27). Der Wattenscheider Amtsverwaltung missfiel die Tatsache, dass seine „Vorgänger“ ihre Ausrüstung öffentlich im eigenen Vereinslokal reinigten. Ein Frevel, der als „Lustbarkeit“ gebrandmarkt und mit einem Strafmandat von 30 Mark sanktioniert wurde. Inakzeptabel für die Freiwilligen der ersten Stunde. „Also wurde die Wehr 1902 wieder geschlossen, bis es schließlich zur ‚Neugründung‘ im Oktober kam.“ Eine Zäsur, die noch heute im neuen Haus an der Höntroper Straße sichtbar ist. Dort hängt die Originalfahne an der Wand, die zugegen war, als nunmehr 36 Männer die neue „Freiwillige Bürgerfeuerwehr Höntrop“ wiederbelebten.

 

Turmbrand der Friedenskirche

Erich Wehenkel kennt die Fahne gut: „Die habe ich vor vielen Jahren komplett restaurieren lassen.“ Nur eine von vielen Geschichten, die der 86-Jährige während seiner Zeit erlebt hat: „Freunde haben mich 1949 zum Beitritt ermutigt und ich blieb bis zu meinem 60. Lebensjahr aktiv.“ 20 Jahre davon war er Zugführer. „Kameradschaft war immer wichtig, man muss sich auf den anderen verlassen können.“ Auch Wilfried Apholt (77) blickt auf eine lange Zeit zurück. „Als Bergmann musste ich nicht zur Bundeswehr, habe mich deshalb für die Freiwillige Feuerwehr entschieden.“ Heute sind beide in der Ehrenabteilung und erinnern sich gemeinsam an vergangene Einsätze: etwa den Turmbrand der Friedenskirche 1953, ein Feuer in Steilmanns Kleiderfabrik 1972 oder auch das Leerpumpen eines überschwemmten Schachtes der Zeche Zollstraße. Erinnerungen, die weit mehr sind als Überbleibsel, wie Halwer unterstreicht: „Der Nachwuchs profitiert enorm von dieser Erfahrung.“

 

Geändert hat sich vieles: „Früher wurden wir durch eine Sirene alarmiert“, berichten die Ehrenmitglieder. Halwer kann sich heutzutage auf seinen Pieper verlassen. Und während er und seine Kameraden heute mit zwei Löschgruppenfahrzeugen und einem Mannschaftswagen ausrücken können, haben sich „früher fünf freiwillige Wehren ein Löschfahrzeug geteilt“, erzählen die beiden lachend. Zeiten, die auch Nikos Ur-Großvater kannte: Heinrich Halwer war von 1945 bis 1956 Zugführer der Einheit.

 

Foto: Gero Helm

© Timo Gilke http://www.derwesten.de/staedte/wattenscheid/hoentroper-blauroecke-feiern-112-jaehriges-bestehen-id9306665.html

Gelesen 1783 mal Letzte Änderung am Montag, 05 Mai 2014 04:42

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