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Pressespiegel (76)

Rettung für Tiergehege im Südpark ist in Sicht

 

Das Tiergehege im Höntroper Südpark, das die Stadt schließen will, kann möglicherweise doch bestehen bleiben. Ein Förderverein soll sich um den Weiterbetrieb kümmern.


Das Tiergehege im Höntroper Südpark, das die Stadt schließen will, kann möglicherweise doch bestehen bleiben. Ein Förderverein soll sich um den Weiterbetrieb kümmern. Das war Resultat des Treffens am Mittwochabend, bei dem vorneweg engagierte Bürger und Anwohner ihre Hilfe und Ideen für den Erhalt des Geheges anboten. Unter den 50 Teilnehmern im evangelischen Gemeindezentrum am Preins Feld waren auch Bezirksbürgermeister Hans Balbach sowie Vertreter der Parteien, der Stadt und der Stadtteilinitiative „Du bist Höntrop“, in der u.a. Kindergärten, Schulen und Vereine aktiv sind.

 

Pfarrer Holger Dirks, der die Veranstaltung moderierte, hatte auch Marianne Scheer eingeladen: Sie steht an der Spitze eines Fördervereins, der sich seit Jahren mit ehrenamtlicher Unterstützung erfolgreich um das Deininghauser Tiergehege in Castrop-Rauxel kümmert. Ein vergleichbarer Fall, der Vorbild für Wattenscheid sein könnte.

 

Was für Aufatmen sorgte: Eine kurzfristige Schließung des Geheges noch in diesem Jahr, wie aufgrund des strikten Sparkurses der Stadt Bochum vorgesehen war, ist wohl vom Tisch. Der Bestand im kommenden Jahr scheint gesichert – dank der Wattenscheider Bezirksvertretung. Das zeichne sich ab, wie Manfred Molszich (SPD ) und Gerd Kipp (CDU) erklärten. Denn falls der Bochumer Stadtrat im Zuge des Haushaltssicherungskonzeptes die Mittel für das Gehege in Höntrop wie erwartet streicht, dann wird wohl für 2011 die Bezirksvertretung (sie tagt am 2. November) mit eigenen Mitteln aus dem Bezirksetat einspringen.

 

Über 1300 Unterschriften sind gesammelt

 

„Das wäre gut, somit hätten wir auch etwas Luft, um uns um alles Weitere zu kümmern“, sagt Holger Dirks.

 

Wie groß die Unterstützungswelle für das Tiergehege im Südpark ist, zeigen schon die mehr als 1300 (!) Unterschriften, die in kurzer Zeit gesammelt wurden. Einige Bürger boten am Mittwochabend ganz konkret an, regelmäßig einen bestimmten Geldbetrag beizusteuern. Das ging bis zu 50 Euro jährlich. Auch wurde erwähnt, dass es zahlreiche Geschäfte gibt, die sich finanziell beteiligen würden – vorausgesetzt, es gibt ein fertiges Konzept für den Erhalt des Geheges. Geld könnte zum Beispiel auch die Stadtteilinitiative „Du bist Höntrop“ beisteuern.

Unterstützung versprach auch Löschzugführer Klaus Krawczak von der Freiwilligen Feuerwehr Höntrop: „Wir könnten zum Beispiel bei Reparaturen mithelfen. Und Geld aus dem Erlös unseres Feuerwehrfestes spenden.“

 

Seine Hilfe, auch bei der Versorgung der Tiere oder Übernahme des Geheges, bot zudem Volker Krumtünger von der „Tierrettung Bochum“ an. Einige Bürger erklärten bereits bei diesem Treffen, sich an mehreren Tagen ehrenamtlich mit Einsätzen vor Ort beteiligen zu wollen – noch mehr solcher praktischen Hilfszusagen werden jetzt gesucht. Wichtig ist, eine nachhaltige und dauerhafte Lösung für das Gehege, in dem Damwild und Ziegen leben, zu finden. Das betonten auch die anwesenden Politiker. Eine sechsköpfige Kommission um Holger Dirks möchte nun den Kontakt zur Stadt halten und den Förderverein auf den Weg bringen.

 

Die Stadt Bochum will sich von dem Gehege trennen, um rund 25.000 Euro pro Jahr einzusparen – das sind vor allem Personalkosten.

 

Quelle: WAZ Wattenscheid, 28.10.2010, Ralf Drews

Montag, 05 Juli 2010 00:00

Werbung mit Teilerfolg

Wattenscheid. Mit einem großen Aktionstag wollte die Freiwillige Feuerwehr für sich werben, aber die Publikums-Resonanz fiel der Hitze zum Opfer.

Lediglich rund 50 Besucher fanden am Samstag den Weg zur Merian-Gesamtschule.

Auf deren Pausenhof präsentierten sich die fünf Löschzüge der Hellwegstadt mit Fahrzeugen und verschiedenen Aktivitäten.

Die 16-jährige Kübra Önal war mit ihrer Freundin da und hat bei einer Atemschutzübung mitgemacht. „Das hat schon Spaß gemacht, aber ich denke mal nicht, dass Feuerwehr ‘was für mich ist.“

„Wir haben auch nicht damit gerechnet, dass hier und heute gleich Aufnahmeanträge unterschrieben werden“, sagen Dezernentin Diane Jägers und Simon Heußen, in der Feuerwehrdirektion zuständig für den Wattenscheider Abschnitt,„aber es ist einfach zu heiß und wer heute Interesse verspürt hat, muss ja erst noch mit seinen Freunden klären, ob Feuerwehr auch cool ist“.

Für die Löschzüge bleibt die Frage des Nachwuchses ein heißes Thema. 370 Frauen und Männer sind in ganz Bochum in den Freiwilligen Wehren aktiv, vor etwa 20 Jahren waren es noch rund 600. Für Wattenscheid lauten die aktuellen Zahlen: 153 Mitglieder, davon vier Frauen plus 19 Jugendliche (darunter zwei Mädchen) in der Jugendfeuerwehr, die in Günnigfeld stationiert ist. Heußen bringt es auf den Punkt: „Der Rückgang kann in zwei, drei Jahren für einzelne Löscheinheiten durchaus kritisch werden. 20 Leute braucht eine Einheit als Einsatzstärke, sonst wird die Belastung der Einzelnen zu groß.“ Stadträtin Jägers möchte darüber eigentlich gar nicht nachdenken, weiß aber sehr wohl um die demoskopische Entwicklung: „Wir müssen uns positionieren. In Zukunft werden alle Vereine oder Institutionen um die immer weniger werdenden Jugendlichen verstärkt werben.“ Aber Feuerwehr sei eben mehr als reine Gefahrenabwehr, nämlich eine vernünftige Freizeitgestaltung und vor allem eine ehrenvolle Aufgabe.

Angesprochen auf Stützpunkte und Ausstattung der Löscheinheiten in der Alten Freiheit, verweist DezernentinJägers auf den maroden Haushalt. „Wir können nur auf niedrigem Niveau für Verbesserung sorgen.“ Aber was die Ausrüstung und die Fahrzeuge angehe, da sei nachgesteuert worden, „wir sind auf einem guten Weg.“ Die Löscheinheiten Eppendorf und Höntrop bekämen ein neues Quartier. Weiteres wird im Brandschutzbedarfsplan geregelt, der im Herbst der Politik präsentiert werden soll.

Bei der Feuerwehr zu sein, hat in einigen Ortsteilen Tradition. In Günnigfeld gilt das für die Familie Appelhoff schon in fünfter Generation. Sein Sohn Jan habe gerade die Prüfung bestanden, berichtet Löschzugführer Karl Appelhoff. Auf der Wattenscheider Heide ist der Name Flucks seit drei Generationen ein fester Begriff. „Vorbelastet“ durch Vater und Onkel ist auch Janine Schulz. Die 17-Jährige hat gerade ihren Aufnahmeantrag unterschrieben, „weil es interessant ist und man sich aufeinander verlasen kann“, betont sie vor allem den Zusammenhalt des Teams von Klaus Echternach.

Der schildert die weitere Ausbildung von Janine: „ Erst kommt die amtsärztliche Untersuchung. Mit achtzehn Jahren ist sie dann Feuerwehrfrau-Anwärterin. In den nächsten anderthalb Jahren folgen verschiedene Module wie Atemschutz, Leitern und Erste Hilfe. Eine Sportprüfung gibt es bei uns nicht.“

Janine ist technisch interessiert und kann sich durchaus vorstellen, bei der Berufswehr zu arbeiten. Womit sie zwar nicht den Mangel komplett kompensieren kann, aber zumindest steigert sie die geringe Frauenquote.

 

Quelle: WAZ Wattenscheid, 04.07.2010, Rolf Schulte

Freitag, 02 Juli 2010 00:00

Alles nass machen!

Wattenscheid. Großeinsatz für die Feuerwehr in Höntrop: Gegen 12 Uhr waren Brände in dem Waldgebiet rund um die Tal­straße gemeldet worden. Die Einsatzleitung ging zunächst von einem großflächigen Waldbrand auf geschätzten 7000 Quadratmetern aus.

Alle verfügbaren Wehrleute aus dem Abschnitt Wattenscheid wurden alarmiert, dazu Unterstützung aus Gelsenkirchen und Herne mit je einem Großtankfahrzeug, das 5000 Liter Wasser fasst. Eine zunächst angeforderte Spezialtruppe aus Dortmund musste dann doch nicht ausrücken.

Denn nach den ersten Beobachtungen war klar, dass es sich nicht um ein übergreifendes Feuer handelte, sondern um „20 bis 30 kleine Brandstätten im Unterholz“, wie Feuerwehrchef Dirk Hagebölling erläuterte. „Das Feuer entzündet die Pollen von Bäumen und wird durch den Wind weitergetragen. Wir haben ungefähr 50 Leute im Einsatz, dazu die Teilnehmer eines Lehrgangs, die jetzt alle durch die Gegend streifen und löschen.“

Damit die einzelnen Brandnester gelöscht werden konnten, mussten zunächst Schlauchleitungen über mehr als 500 Meter von der Höntroper Straße bis weit in die Tal-straße herein verlegt werden, zwischengeschaltete Pumpen sorgten für den notwendigen Wasserdruck. Hageböllings Auftrag an seine Leute: „Alles nass machen!“

Jochen Schenkel (58) und seine Familie bewohnen das Gebäude Talstraße 58, das letzte Haus auf Eppendorfer Gebiet. „Plötzlich schossen in Nähe meines Hauses Flammen durch den Wald, ein bis zwei Meter hoch. Die hab’ ich selber gelöscht, aber ich hatte Sorge, ob ich alle Flammen aus bekomme.“ Nach Schenkels Aussage ist das Feuer ausgebrochen, nachdem eine Gruppe Kinder, konkret sprach er von einer Schulklasse, vorbei ging. Die Polizei hat diesen Hinweis überprüft und bestätigte am späteren Nachmittag gegenüber der Redaktion, dass die Personalien eines Jungen festgestellt worden seien. Er ist 14 Jahre alt.

Auch Schenkel geht davon aus, dass die Flammen die Pollen von Pappeln und Espen entzündet haben, „das Zeug ist wie Watte und liegt teilweise wie ein Zentimeter dicker Flusenteppich. Das brennt wie Zunder“.

Die Feuerwehr stationierte zur Sicherheit ein Löschfahrzeug in unmittelbarer Umgebung seines Hauses und feuchtete vorsichtshalber die angrenzenden Flächen gründlich ein.

Die Wehr richtete ihre Einsatzleitung am Sportplatz an der Höntroper Straße ein, die Polizei sperrte vor dem früheren Hotel Südpark die Durchfahrt von und nach Eppendorf.

Um 15.05 Uhr hieß es dann: „Feuer aus“. Die Bilanz: zwei Kilometer Schläuche verlegt, Dutzende von Brand- und Glutnestern auf einer Fläche von 21 000 Quadratmetern gelöscht. Im Laufe des Tages wurde das Areal von der Feuerwehr nochmals kontrolliert.

 

Quelle: WAZ Wattenscheid, 02.07.2010, Rolf Schulte

In einem Metallbetrieb in Bochum-Dahlhausen hat der Abschnitt West der Freiwilligen Feuerwehr seine jährliche Übung absolviert. Die Aufgabe für die Wehrleute: Nach einer Explosion unter Atemschutz Verletzte retten und einen Brand löschen.

Ein weitläufiges Firmengelände, eine verqualmte, unübersichtliche Produktionshalle, neun Verletzte nach einer Explosion in der Ofenstraße, ein Feuer, das auf weitere Firmengebäude überzugreifen droht – dieses Szenario fanden 82 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr am Samstag bei ihrer Abschnittsübung in Dahlhausen vor.

„Das sind ziemlich realistische Bedingungen hier“, erklärt Direktionsabschnittsleiter Simon Heußen. „Unter dem Ofen ist es richtig heiß.“ Aufgabe für die Freiwilligen Feuerwehren: Unter Atemschutz in die – per Disco-Nebel – verrauchte Halle vorgehen, die Verletzten retten und das Übergreifen des Feuers verhindern. Heußen: „Besonders geübt werden sollen dabei die Atemschutzüberwachung und die Koordination mehrerer Lösch-Einheiten.“

Und so werden Schläuche ausgerollt, Drehleitern ausgefahren, Atemschutzausrüstungen angelegt. Immer zu zweit gehen die Wehrleute in die verrauchte Halle, müssen den Weg zu den Öfen suchen, wo sie die Verletzten vermuten. „Es ist nicht so, dass wir nur so tun als ob“, betont Heußen. „Das einzige, was wir nicht haben, ist richtiges Feuer.“ Nur unter realistischen Bedingungen könne man erkennen, wo’s hakt. „Das ist zum einen, dass die Weitläufigkeit der Halle falsch eingeschätzt wurde – teilweise musste der Schlauch verlängert werden.“ Insgesamt urteilt Heußen: „Es läuft ganz gut.“

Zufrieden sind auch die Feuerwehrmänner, die verdreckt und verschwitzt vom „Einsatz“ zurückkehren. „Die Örtlichkeiten sind schon etwas Besonderes“, urteilt Olaf Henkel (41), und sein Kollege Tobias Ludwig (28) ergänzt: „Das ist eine ganz andere Umgebung als zum Beispiel eine Wohnung, wo man ja Erfahrungswerte hat. Hier kann man nicht sofort erahnen, was passiert.“

Zwei „Verletzte“ hat der Wattenscheider „gerettet“: „Eine Person war in der Halle, eine unter dem Ofen – da unten hat man kaum etwas gesehen.“ Gerade die Hand vor Augen habe man erkennen können, „da verliert man schnell die Orientierung“. Und genau das, so Henkel, sei ja Sinn und Zweck der Übung: „Dass man in einer echten Situation bei so etwas nicht in Panik verfällt.“

Auch die „Geretteten“ sind zufrieden: Nico (16) und Stephan (15) von der Jugendfeuerwehr haben sich „in guten Händen gefühlt“. Nico hat einen Verletzten gemimt, der ansprechbar war, allerdings nicht mehr aufstehen konnte, während Stephan mit einem verletzten Knie relativ versteckt lag. Ihre Rettung, urteilen sie, „ging recht flott“.

Derweil spitzt sich die (Übungs-)Situation in der Werkshalle zu: „Mayday“ heißt es – ein Trupp wird vermisst. „Da gehen einem schon ein bisschen die Nackenhaare hoch“, bekennt Einsatzleiter Klaus Flucks. Gleichzeitig stürzt ein Kollege auf ihn zu und mimt den Journalisten: Ob die Anwohner durch den Brand gefährdet seien, will er wissen. Flucks antwortet routiniert, kann schließlich aufatmen, weil der vermisste Trupp unverletzt aufgespürt wurde.

Insgesamt drei Stunden dauert die Übung für den Abschnitt West der Freiwilligen Feuerwehr. Anschließend gibt’s nur noch eine schnelle Suppe, damit, so Simon Heußen, „alle pünktlich zum Bundesliga-Anstoß wieder zu Hause sind“. In der Hoffnung, dass kein Ernstfall dazwischen kommt.

 

Quelle: WAZ Wattenscheid 11.04.2010

http://www.derwesten.de/staedte/wattenscheid/Wie-in-echt-id2841224.html

Donnerstag, 25 Februar 2010 00:00

Neuer Feuerwehr-Stützpunkt

Baubeginn in der zweiten Jahreshälfte

Schon etliche Jahre dauert der „Schwelbrand” um einen neuen Stützpunkt für die freiwilligen Löschzüge Eppendorf und Höntrop.

Zunächst lebhafte Diskussionen um die Standortfrage im Wattenscheider Süden, dann die Einigung, beide Wehren in einem gemeinsamen und neuen Quartier neben dem Sportplatz an der Höntroper Straße unterzubringen. In der zweiten Jahreshälfte soll endlich damit begonnen werden.

„Das ist die Lösung, die von allen akzeptiert worden ist”, bekräftigt Simon Heußen (30), Brandrat und Direktionsabschnittsleiter auf Nachfrage der WAZ. „Das Projekt ist jetzt durch alle Beratungsgremien gegangen und passt.” Zurzeit werde neben dem Sportareal der Baugrund erkundet. Die Federführung für das Projekt liege bei den Zentralen Diensten der Stadt. Die Baukosten waren bei ersten Planvorstellungen mit rund 1,2 Mio Euro angegeben worden.

Zahl der aktiven Retter und Helfer sinkt

Soweit die guten Nachrichten. Aber die Wehr musste auch registrieren, dass im aktiven Dienst die Mannschaftsstärke insgesamt sinkt, selbst bei der Jugendwehr. Die ist bislang nur in Günnigfeld mit einem Team vertreten. Und die Frauenquote bei den Rettern und Helfern ist noch nie besonders gut gewesen. „Es ist ein allgemeines Problem des Ehrenamtes”, stellt Heußen fest.

Aber die Feuerwehr will dem Negativ-Trend entgegen wirken angehen. Zum einen soll es demnächst auch eine Jugendwehr Eppendorf geben, zum anderen soll Nachwuchs ab zwölf Jahren an einem besonderen Info-Tag geworben werden, „eine solche Veranstaltung, die über die üblichen Tage der offenen Tür hinausgehen soll, planen wir für den Sommer”.

 

Quelle: WAZ Wattenscheid, 24.02.2010, Rolf Schulte

Bei der Bilanz der Berufsfeuerwehr wurde auch Reklame für die Kollegen von der Freiwilligen Feuerwehr gemacht. Die Einsatzzahlen steigen.

Die Arbeit nimmt zu, die Bereitschaft zu helfen lässt nach. Das ist jetzt vielleicht etwas vereinfacht dargestellt, trifft aber wohl den Kern. Seit fünf Jahren sinken bei der Freiwilligen Feuerwehr in Bochum die Mitgliederzahlen. Dabei wurde bei einer Bilanz der Arbeit von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr in der Hauptfeuerwache Werne am Mittwoch deutlich, wie wichtig für die hauptberuflichen Retter die Unterstützung durch die Kollegen von der Freiwilligen Feuerwehr ist.

„Der Einsatz der Ehrenamtlichen spielt bei unserer Arbeit eine elementare Rolle”, sagte Simon Heußen, Abteilungsleiter des Rettungsdienstes. Hier einige Zahlen: Von deutlich über 400 freiwilligen Feuerwehrmännern (und wenigen Frauen) im Jahr 2005 ist die Mitgliederzahl auf 371 im vergangenen Jahr gesunken. Heußen nutzte die Bilanz, um kräftig Reklame für die Freiwillige Feuerwehr zu machen. Wer körperlich fit und gesund ist und sich für die Arbeit interessiert, kann sich bei Harald Michel unter (0234) 92 54-0 genauer zur Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr erkundigen.

Rätsel um den Mann im Gully weiter ungelöst

Aber bei dieser Bilanz ging es noch um viel mehr, zum Beispiel um die Einsatzzahlen von Brandschutz und Rettunsgdienst: 48 670 mal sind die Mitarbeiter der Feuerwehr im vergangenen Jahr in Bochum zu Einsätzen unterwegs gewesen – fast 1 000 mal mehr als 2008. „Das Jahr 2009 fing mit einer Serie von Bauunfällen an”, sagte Simon Heußen – und erinnerte an ein Unglück an der Adalbertstraße, wo ein Arbeiter ums Leben gekommen war, als im Januar 2009 ein Baukran in eine Grube stürzte. Zu den weiteren ungewöhnlichen und größeren Einsätzen gehörten die Explosion im Chemieunterricht im vergangenen Februar im Schulzentrum Wiemelhausen mit 26 Verletzten, die ausgefallene Route, die ein Autofahrer eingeschlagen hatte, als er im Juli in den U-Bahn-Schacht am Rathaus gefahren war, oder auch der Brand auf dem Reiterhof an der Bergener Straße, bei dem im August elf Turnierpferde verendeten. Hängen blieb auch ein Mann, der hängen geblieben war: Im Juli in einem Gully an der Alten Werner Straße: „Bis heute wissen wir nicht, wie er da rein gekommen ist”, sagte Simon Heußen, der Mann vom Rettungsdienst.

Hanefeld über den demographischen Wandel

Feuerwehr und Notarzt werden grundsätzlich immer häufiger gerufen. Dr. Christoph Hanefeld, der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes, nennt dafür zwei Gründe: „Der demographische Wandel, die Menschen werden älter, und veränderte familiäre Strukturen.” Wo früher in den Großfamilien eher selbst der Krankentransport in die Klinik organisiert wurde, wird heute angesichts mehr allein stehender Menschen eher die 112 gerufen.

ICE-Unglück, Unwetter und dazu noch eine Großveranstaltung – so ein schlimmes Szenario haben die Retter im vergangenen September durchgespielt, zumindest organisatorisch und auf dem Papier. „Wir hatten die Übung eigentlich schon im Vorfeld einer möglichen Loveparade in Bochum vorgesehen”, sagte Stefan Lieber, Abteilungsleiter des operativen Dienstes. In diesem Jahr soll wieder geübt werden, mit einem großen gespielten Einsatz draußen, vielleicht an der Ruhr. Ausrücken werden die Feuerwehrleute auch am 19. Juni und zwar im großen Stil: Im Lohrheidestadion richtet Bochum die Landessportmeisterschaften der Berufsfeuerwehren NRW aus.

Quelle: WAZ Bochum, 24.02.2010, Kirsten Simon

Sei auch Du dabei!

 

 

Komm einfach an einem unserer Dienstabende vorbei und informiere Dich vor Ort!

Immer Freitags von 18:30 bis 20:30 Uhr auf dem Hof und im Unterrichtsraum des Feuerwehrhauses Höntrop.

 Oder melde Dich telefonisch unter der  Telefonnummer 02327/ 780533

 

Weitere Ansprechpartner und interessante Einzelheiten über die Feuerwehr Höntrop findest Du auch auf unserer Homepage unter dem Bereich "Interesse"

Wir freuen uns auf Dich!

Dienstag, 08 Dezember 2009 00:00

Gemeinsames Quartier für Feuerwehr

Im Jahr 2010 soll das neue, gemeinsame Quartier für die Freiwilligen Feuerwehren Höntrop und Eppendorf entstehen. Der Neubau ist neben dem Sportplatz an der Höntroper Straße geplant.


Noch unklar ist, was die Stadt mit den dann frei werdenden Flächen an der Hermann-Löns- und an der Höntroper Straße macht – das würde nicht zuletzt die dortigen Anwohner brennend interessieren.

Doch das ist ein anderes Kapitel. Die beiden Löschzüge sind jedenfalls zufrieden mit dem Neubauvorhaben, das so viele Jahre auf sich warten ließ. Die freiwilligen Einheiten hatten sich mehr und moderneren Platz gewünscht – und die Möglichkeit, im Wattenscheider Süden ebenfalls eine Jugendfeuerwehr zu gründen.

Die konkrete Detailplanung fürs neue Feuerwehrgerätehaus der Züge Höntrop und Eppendorf steht, die Bezirksvertretung begrüßte sie am Dienstag einstimmig.

Bei der Planung war für die Fachbehörde ein Maximalkostenbetrag von 1,35 Mio Euro als Grundvorgabe zu beachten. Die Bereitstellung von Räumlichkeiten für die Jugendfeuerwehr wurde in der Bauplanung ebenfalls berücksichtigt. Das Konzept war unter Beteiligung und Konsens der Löscheinheitsführer entstanden. Es sieht im Erdgeschoss 445 qm Nutzfläche vor (u.a. vier Fahrzeugstellplätze), im Obergeschoss stehen 300 qm zur Verfügung (u.a. Schulungs-/Aufenthaltsräume, Mehrzweckraum und Jugendfeuerwehr).

Die Ausschreibung, Vergabe und Durchführung des Bauvorhabens soll im Jahr 2010 durch die Zentralen Dienste erfolgen. „Nach Fertigstellung des neuen Feuerwehrgerätehauses sind die bisher genutzten Grundstücke zeitgerecht zu vermarkten”, forderte Manfred Molszich (SPD) eindringlich an die Adresse der Stadt gerichtet. Schließlich gehe es darum, schnellstmöglich Geld in die marode Stadtkasse zu spülen und eine ansprechende Lösung für die dann brach liegenden Standorte zu finden.

Zuletzt im Februar hatte sich die Bezirksvertretung Wattenscheid mit dem Thema befasst und in einem Beschluss für die größere der beiden Neubau-Varianten gestimmt. Sehr zur Freude der Löschzugführer Klaus Krawczak (Höntrop) und Christian Klaka (Eppendorf). Vorausgegangen war eine fast dreijährige Debatte um den Standort, mehrere Alternativen standen zur Diskussion.

 

Quelle: WAZ Wattenscheid, 08.12.2009, Ralf Drews

Montag, 05 Oktober 2009 00:00

Mehr als nur ein Jugendheim

Höntroper Gemeinde feiert 50-jähriges Hausbestehen an der Emilstraße

50 Jahre alt und doch so gut wie neu: Das Jugendheim an der Emilstraße kennt keine Abnutzungserscheinungen. Bereits drei Jahre bevor die Evangelische Gemeinde Höntrop ihre Selbstständigkeit erlangte, wurden die Pforten des Hauses geöffnet.

Am Wochenende feierte die Gemeinde den fünfzigsten Geburtstag ihrer geschichtsträchtigen „guten Stube”. Dabei ist der Name eher irreführend, wie Pfarrer Holger Dirks bestätigt: „Es war immer ein Gemeindehaus, aber weil es stets eine starke Jugendarbeit gab, hat sich wohl der Begriff Jugendheim etabliert.” Außerdem vermutet der Geistliche, dass 1959 auch Refinanzierungsmöglichkeiten bei der Namensgebung eine Rolle gespielt haben. „Wir haben schon überlegt, dem Haus einen anderen Namen zu geben. Doch die Umbenennung wäre ein richtiger Akt, weil die Bezeichnung Jugendheim in den Köpfen verwachsen ist”, weiß Dirks. Macht aber nichts, denn mit einem Schmunzeln stellt er fest: „So bleiben wir als Gemeinde eben jung, frisch und fromm.”

Rüdiger Hagenkötter ist Küster - wie sein Vater

Mit der Heim-Geschichte kennt sich Rüdiger Hagenkötter aus. Er arbeitet seit elf Jahren als Küster, zuvor hatte bereits sein Vater das Amt 18 Jahre lang inne. Der Bau sei durch die stark wachsende Gemeinde notwendig geworden, warum er seinen Platz an der Emilstraße fand, sei jedoch nicht genau bekannt. „Ursprünglich stand dort auch einmal ein altes Villengebäude, was der Besitzer vermutlich zur Verfügung gestellt hat”, schätzt Hagenkötter.

Fest steht hingegen, dass im Laufe der Zeit mehrere Renovierungen das Jugendheim fit gehalten haben. „In den vergangenen Jahren haben wir beispielsweise die Räume Schritt für Schritt auf den neuesten Stand gebracht”, bestätigt Kirchbaumeisterin Brundhilde Zausch. Das Dach wurde neu gedeckt und eine Küche eingerichtet: „In der Küche hat unter anderem das Gemeindecafe´ seinen Platz gefunden hat”, erläutert Dirks.

Stammgäste schon seit vielen Jahren

Schon seit 1959 probt der Bläserkreis Höntrop im Haus, auch der Schachverein und eine Taekwondo-Gruppe sind seit gut 30 Jahren Stammgäste des Jugendheims. Der Senioren- und der Töpferkreis halten an der Emilstraße ihre Treffen ab und seit vier Jahren auch eine Männerkochgruppe. Kurz und gut: „Das Haus wird allgemein von Höntropern genutzt”, stellt Dirks fest. Das Gebäude befindet sich in gutem Zustand, so dass Holger Dirks in naher Zukunft plant: „Wir möchten das Heim barrierefrei, also behindertengerecht, machen. Das hat damals beim Bau noch keine Rolle gespielt.” Ein Teil des Festerlöses, das am Freitag mit einer Ü-30 Party begonnen hatte und am Sonntag mit Gottesdienst und Platzkonzert fortgesetzt worden war, soll dafür verwendet werden.

 

Quelle:Wattenscheid, 04.10.2009, Lars Karsten

http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/wattenscheid/2009/10/4/news-135641337/detail.html

Sonntag, 16 August 2009 00:00

Feuer im Pferdestall: Keine Brandstiftung

Polizei ermittelte technischen Defekt als Ursache

 

Sabine Vogt

Einen technischen Defekt als Ursache für den Großbrand im Reiterhof in Bergen stellen die Sachverständigen der Polizei fest. Es gebe keinen Hinweis auf eine Straftat: „Brandstiftung kann ausgeschlossen werden; wir wissen, dass darüber schon viele Gerüchte kursierten”, erklärt Polizeisprecher Michael Bloch. Vielmehr sei das Feuer in einem Nebenraum der Pferdeboxen ausgebrochen, wo elektrische Geräte wie Radio und Kaffeemaschine gestanden hatten.

Diese seien im Feuer geschmolzen und für weitere Untersuchungen mitgenommen worden. Die Sachverständigen konnten entgegen ihrer Erwartungen noch am späten Mittwochabend in die ausgebrannte Scheune hinein. „Die Witterung kam uns entgegen”, so Bloch, so dass der Regen die letzten schwelenden Brandnester löschen half.

Die Aufräumarbeiten durch Feuerwehr und Technisches Hilfswerk wurden noch die ganze Nacht fortgesetzt; erst Donnerstagmittag konnten sie beendet werden. Unter anderem mussten die Einsatzkräfte die elf toten Pferde bergen, der letzte Kadaver wurde am Donnerstagvormittag unter dem Brandschutt gefunden. Weil weiterhin Mauern drohten einzustürzen, blieb der Brandort weiträumig abgesperrt.

Wie berichtet, war das Feuer am frühen Mittwochmorgen auf dem Bauernhof an der Bergener Straße ausgebrochen, wo Ställe an Pferdebesitzer vermietet waren. Vier Tiere konnte ein Mieter noch in der Nacht retten, weitere 15 holte die Feuerwehr aus dem benachbarten Gebäude heraus.

 

Quelle: WAZ Bochum

Donnerstag, 13 August 2009 00:00

19 Pferde konnten gerettet werden

Elf Tiere beim Großbrand getötet - Ursache noch unbekannt

Sabine Vogt

Ein verheerender Großbrand auf einem Reiterhof in Bergen kostete am frühen Mittwochmorgen elf Pferden das Leben. 19 Tiere konnten gerettet werden. Zur Ursache kann zurzeit noch nicht ermittelt werden; es besteht Einsturzgefahr, so dass die Sachverständigen der Polizei erst in den nächsten Tagen den Brandort betreten können. Der Schaden wird auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt.

Das Feuer an der Bergener Straße 42 wurde gegen 2.45 Uhr bemerkt; im Stall auf dem Bauernhof von Gerd Becker haben Pferdebesitzer privat ihre Tiere untergebracht. Bei der Feuerwehr gingen mehrere Anrufe ein, auch aus dem benachbarten Herne. Zu den Anrufern gehörte auch ein Mieter, der auf dem Bauernhof lebt: Er rannte zum brennenden Stall, der direkt an der Straße stand, und konnte vier der Pferde herausholen.

„Dabei”, so Axel Pütter, Pressesprecher der Polizei Bochum, „verletzte sich der Mann an der Hand. Seine Freundin, die ihm bei der Rettungsaktion geholfen hatte, erlitt eine so starkeRauchgasvergiftung, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.”

Weitere 15 Pferde rettete die Feuerwehr, die acht Minuten nach der Alarmierung eingetroffen war, aus einem benachbarten Stall gerettet; ein Tierarzt untersuchte die verstörten Vierbeiner, bevor sie auf eine Koppel gebracht werden.

Nach Darstellung der Feuerwehr drohten die Flammen auf weitere Gebäude, darunter ein direkt angrenzender Pferdestall, überzugreifen. Durch den massiven Löscheinsatz konnte die Feuerwehr ein Ausbreiten verhindern. Zudem musste sie einen Heizöltank, der neben der brennenden Scheune stand, vorsorglich gekühlt werden, sowie Düngemittel, die als entflammbar gelten, beiseite schaffen.

 

Quelle:WAZ 12.08.2009

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